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Jahresthema 2020: Schöpfung bewahren



Judentum

Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde. Die Erde war aber unförmlich und vermischt, Finsternis auf der Fläche des Abgrundes, und der göttliche Geist wehend auf den Wassern. Da sprach Gott: "Es werde Licht". So ward Licht. Gott sah das Licht, dass es gut war, und unterschied zwischen dem Licht und der Finsternis. Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Da ward Abend und Morgen, ein Tag.

Bereschit (Gen) 1


Herr, unser Zufluchtsort warst Du, von Menschenalter zu Menschenalter. Ehe denn die Berge gezeugt; geschaffen wurden Welt und Erde; und von Ewigkeit in Ewigkeit bist Du allmächtig! Denn tausend Jahre sind Dir einem Tage, der gestern verging, einer Nachtwache gleich.

Gebet Mosches, des göttlichen Mannes


Christentum

Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und mehret euch, und füllt die Erde, und geht verantwortlich mit ihr um... Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.

Genesis 1, 27-28/31


Ihr soll euch nicht Schätze sammeln auf Erde... Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? ... Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? ... Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Matthäus 6, 19 ff.


Islam

Siehe, euer Herr ist Allah, Welcher die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf; ... und (Er schuf) die Sonne, den Mond und die Sterne, die Seinem Befehl gemäß dienstbar sind. Sind nicht Sein die Schöpfung und der Befehl? Gesegnet sei Allah, der Herr der Welten! Ruft eueren Herrn in Demut und im Verborgenen an. Siehe, Er liebt die Maßlosen nicht. Und stiftet auf Erden kein Verderben, nachdem in ihr Ordnung herrscht. Und ruft Ihn an in Furcht und Verlangen. Siehe, Allahs Barmherzigkeit ist denen Nähe, die Gutes tun. Er ist es, Der die Winde als Verheißung Seiner Barmherzigkeit voraussendet, bis - wenn sie schwere Wolken tragen - Wir sie zu einem toten Land treiben und Wasser darauf niedersenden, womit wir allerlei Früchte hervorbringen. Genau so erwecken Wir die Toten. Vielleicht lasst ihr euch ermahnen.

Sure 7/51-58


Bahá'ítum

Sprich: Die Natur ist in ihrem Wesen die Verkörperung Meines Namens, der Gestalter, der Schöpfer. Ihre Offenbarungen sind verschiedenartig durch verschiedene Ursachen, und in dieser Verschiedenartigkeit sind Zeichen für urteilsfähige Menschen. Die Natur ist Gottes Wille, dessen Ausdruck in der bedingten Welt und durch diese. Sie ist Teil des Waltens der Vorsehung, verordnet von dem Verordner, dem Allweisen.

Bahá'u'lláh, Botschaften aus 'Akká 9:14


Solange jedoch materielle Errungenschaften, naturwissenschaftliche Kenntnisse und menschliche Tugenden noch nicht durch geistige Vollkommenheiten, strahlende Eigenschaften und Kennzeichen der Barmherzigkeit verstärkt sind, bringen sie keine Frucht und kein Ergebnis; auch bewirken sie nicht der Menschheit Glück, welches doch das letzte Ziel ist.

'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften 225:5